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Mieterbund Ludwigsburg Aktuelles

Bei einer Durchsuchung der Mietwohnung fand die Polizei eine große Menge Drogen wie Ecstasy, Haschisch, Marihuana, Heroin und Kokain. Der Vermieter kündigte daraufhin das Mietverhältnis fristlos. Einer der Mieter behauptete, von den Drogen in der Wohnung und von einem etwaigen Handel damit nichts gewusst zu haben. Der Mitmieter sei drogenabhängig - die gefundenen Drogen wären daher für dessen Eigenbedarf benötigt worden.

Da die Mieter trotz Kündigung nicht auszogen, klagte der Vermieter auf Räumung. Zu Recht, wie das Amtsgericht Hamburg entschied (Urteil vom 23.3.21 – 43b C 168/20). Denn der Drogenhandel eines Mitmieters aus der Mietwohnung heraus stelle eine vertragswidrige Nutzung dar, die ohne Abmahnung die fristlose Kündigung beider Mieter wegen eines wichtigen Grundes rechtfertige.


Davon, dass die Wohnung zum Zweck des Drogenhandels genutzt worden sei, sei aufgrund der Menge der vorgefundenen Drogen sowie den völlig unglaubwürdigen Erklärungen der Mieter auszugehen. Das Vorhandensein der Drogen könne auch mit einer Drogenabhängigkeit des Mitbewohners nicht erklärt werden. Die Menge der Drogen spreche eindeutig dagegen. Der Besitz derartiger Mengen sei zum Eigenverbrauch völlig unüblich. Die unterschiedlichen Drogen ließen den Schluss zu, dass er mit Drogen gehandelt habe. Es komme auch nicht darauf an, ob er in der Wohnung Drogenkäufer oder -lieferanten empfangen habe.


Die Kenntnis des Mitmieters sei für die Kündigung unerheblich, denn für eine Kündigung wegen einer Vertragsverletzung sei das Fehlverhalten eines Mitmieters ausreichend.

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